Photovoltaik Solarstrom Solaranlage - Preise und Funktionen
Photovoltaik Solarstrom Solaranlage - Preise und Funktionen
Photovoltaik – auch Fotovoltaik geschrieben – ist der Umwandlungsprozess von Sonnenenergie,
sprich Solar, in elektrische Energie. Genaugenommen nutzt
Photovoltaik
nicht nur die Energie beziehungsweise die Strahlen der Sonnen, sondern das
gesamte Spektrum der Strahlenenergie, welche elektromagnetische Wellen
transportiert.
Im Gegensatz zu Solarkollektoren erzeugt man mit der
Photovoltaik also
tatsächlich Energie – zur Erinnerung: Solarkollektoren speichern diese nur – und
nutzt hierzu wie diese die Kraft der Sonne. Wie Solarkollektoren findet man die
Photovoltaik daher speziell wieder auf Dächern, aber auch auf kleineren
Anwendungsgebieten, beispielsweise Taschenrechnern.

Aufgekommen ist die
Photovoltaik jedoch quasi im Himmel oder besser
gesagt: im Weltall. Tatsächlich ist die
Photovoltaik ein echtes und
reinrassiges Produkt der Weltraumindustrie, musste man doch eine Energiequelle
für Raumflugkörper schaffen. Hier ist die
Photovoltaik denn sogar schon
seit dem Jahr 1958 im Einsatz – eine neue Erfindung ist die Energiegewinnung aus
Sonnenstrahlen also nicht. Der Name
Photovoltaik wiederum kommt teils aus
dem Griechischen, „Photos“ gleich Licht, und teils von dem Begründer der
Elektrizität und dem Erfinder der Batterie Alessandro von Volta.
Doch zurück zum Prinzip und möglichen Nutzung der
Photovoltaik.
Gebrauchte man die Solartechnik ab Ende der 1950er zuerst und ausschließlich im
All, erkannte man irgendwann auch den irdischen Nutzen. Tatsächlich hatte man
bereits lange vor der Verwendung im Weltall die
Photovoltaik entdeckt,
nämlich schon 1839. Weitere Forschungen wurden zwar betrieben, doch erst das
deutsche Physik-Genie Albert Einstein konnte 1905 die
Photovoltaik
richtig deuten und erhielt für diese Erkenntnis sogar den Nobelpreis. Trotzdem
gelang es aber erst 1954 dem Forscher-Trio Chapin, Fuller und Pearson, eine
erste Siliziumzelle zu produzieren, mit welcher man dank
Photovoltaik
Energie herstellen konnte, wenn auch deren Wirkungsgrad damals noch bei mageren
vier Prozent lag – heute sind bis zu über 40 Prozent möglich!
Die NASA griff dann jedenfalls das Prinzip der
Photovoltaik auf und
startete 1958 den Satellit „Vanguard 1“, welcher weltweit der erste Satellit mit
Solarzellen zur Energieversorgung überhaupt sein sollte. Das Prinzip war erkannt
und noch wichtiger, es funktionierte, trotzdem sollte es bis in die 1970er Jahre
dauern, dass man die
Photovoltaik auch irdisch nutzbar machen wollte. Der
Auslöser war jedoch weniger der Wunsch nach einer neuen Energieform, sondern
eine Energiekrise. Gleichzeitig fand zu der Zeit aber ein Umdenken mit der
Umwelt statt und man erkannte die
Photovoltaik als die (saubere)
Energieerzeugung der Zukunft. Tatsächlich sind es denn selbst heute noch die
US-Amerikaner, welche eine Führungsrolle in der Technologie einnehmen, jedoch
nicht allein.
Denn auch die Japaner sind wahre Experten in der
Photovoltaik, genauso
wie wir Deutschen. Hier in der BRD fanden denn gar spezielle Förderprogramme
statt, um die
Photovoltaik quasi „volksfähig“ zu machen, etwa das
„100.000-Dächer-Programm“, mit welchem man zwischen 1999 und 2003 private
Haushalte mit einer Milliarde Euro förderte, wenn diese Solartechnik nutzen. Im
Jahr 2000 brachte Deutschland dann gar ein neues Gesetz ein, dass
„Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (kurz EEG), welches wieder Technologien wie eben
die
Photovoltaik fördern sollte und das 2009 in neuerer Fassung in Kraft
trat – und mittlerweile von ganzen 47 weiteren Staaten kopiert wurde!
Zur Stromerzeugung selbst nutzt die
Photovoltaik sogenannte Solarzellen,
die deswegen auch als „photovoltaische Zellen“ bezeichnet werden. Diese wandeln
das Sonnenlicht direkt in (elektrische) Energie um, wobei diese nicht mit den
bekannten Solarkollektoren zu verwechseln sind. Anders als diese, wo lediglich
nur die Wärme gespeichert wird, erfolgt hier in der
Photovoltaik
tatsächlich eine Energieerzeugung, indem durch sogenannte Halbleiter
„Ladungsträger“ erzeugt werden, woraus wiederum mittels einem elektrischem Feld
eben elektrischer Strom produziert wird.
In der Bundesrepublik wurden bereits zur Jahrtausendwende entsprechende Gesetze
und Förderprogramme zur
Photovoltaik aufgelegt, wie etwa das EEG oder die
Mindestvergütung für Solarstromanlagen. So schreibt Deutschland etwa eine
Mindestvergütung für die Energie-Einspeisung von Strom aus Solarstromanlagen
(und somit
Photovoltaik) vor, die derzeit bei 0,3193 Euro pro kWh bis hin
zu 0,4301 Euro pro kWh liegt (Neufassung EEG 2009).
Sogar wer seinen Strom aus
Photovoltaik selbst nutzen tut, kann dies dank
dem EEG anrechnen, und zwar mit derzeit 0,2501 Euro pro Kilowattstunde. In das
„öffentliche“ Stromnetz muss also nicht automatisch eingespeist werden, doch
bringt genau das speziell bei zuviel Energieerzeugung ein paar Euro in die
leeren Kassen des privaten Haushaltes, gibt es die nötige
Photovoltaik
doch nicht umsonst!
Der Vorteil der
Photovoltaik selbst ohne Einspeisung und Vergütung jedoch
ist klar: auf lange Sicht ist der erzeugte Strom günstiger, zudem es in Zukunft
wohl eher zu steigenden denn fallenden Energiepreisen kommen dürfte. Zum anderen
ist der erzeugte Strom sauber, weil CO2-neutral, und eben jederzeit erneuerbar…
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