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Solarthermie Solarkollektor - Ihr Solar Ratgeber

Solarthermie

Was ist Solarthermie?

Was Solarthermie ist, verrät eigentlich schon halbwegs der Name: es geht um die Sonne beziehungsweise genauer um Sonnenenergie. Tatsächlich bedeutet dann das Wort Solarthermie nichts anderes, als die Energie der Sonne in Wärme und Energie umzusetzen, wie man das beispielsweise mittels Solarkollektoren macht. Diese sind denn gleich eines der besten Beispiele für Solarthermie, wobei man mit Solarkollektoren allerdings nur Warmwasser erzeugt und keinen „echten“ Strom – das wäre dann nämlich schon Photovoltaik.

Zur Solarthermie zählt jedoch beides: sprich Solarkollektoren zur Erzeugung von Warmwasser wie ebenso Photovoltaik zur Erzeugung von Strom. Die Vorteile von Solarthermie liegen dabei klar auf der Hand: die Erzeugung von Energie erfolgt CO2-neutral und ohne Schadstoffe wie beispielsweise bei Kohlekraftwerken und ist zudem sicher, denkt man einmal an Atomenergie. Ebenso wird Solarthermie quasi aus einem kostenlosem „Rohstoff“ erzielt: die Sonne scheint naturgemäß zum Nulltarif und im Gegensatz zu Kohle, Öl und Gas muss man Solarthermie nicht erst teuer fördern und abbauen.

Was jedoch kaum einer ahnt: Solarthermie ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit und das Ergebnis moderner Forschung. Tatsächlich wurde die Solarthermie schon in der Antike angewandt, wenn auch nicht unbedingt zu friedlichen Zwecken. Mittels Hohlspiegeln – und somit der Solarthermie – wollte man damals feindliche Flotten in Brand setzen, wirklich funktioniert hat dieses Prinzip jedoch nicht. Jedoch: Damals bedeutet eine Zeit, die von 800 vor Christus(!) bis 600 nach Christus reicht, geforscht wurde also an der Sache schon damals.

Selbst wenn die damaligen Tüftler die Solarthermie nicht wirklich zu einer effektiven Kriegswaffe entwickeln konnten, nutzte man die neue „Technik“ denn doch, etwa im alten Ägypten. Allerdings wurde die Solarthermie eher in einem passiven Rahmen genutzt, indem man nämlich die Türen von Gebäuden nach der sonnenabgewandten Seite ausrichtete, um ganz einfach die (Mittags)Hitze so gut wie möglich draußen zu halten. Ähnlich praktizierte man diese frühe Solarthermie in Mesopotamien oder bei den südamerikanischen Inkas – dumm war man damals also keineswegs und selbst ohne moderne Markisen als Sonnenschutz wusste man sich recht clever zu helfen. Der antike Hausbau beziehungsweise die antike Architektur war also schon ganz bewusst auf die Solarthermie ausgelegt: in warmen Gefilden baute man Türen (und Fenster) lieber auf die sonnengeschützte Seite, in kalten Ländern richtete man sie hingegen zur Sonne aus – um die Wärme wiederum herein zu lassen.


Wirklich erforscht als Energiequelle wurde die Solarthermie dann jedoch erst im späten 18. Jahrhundert, als ein Naturforscher den ersten Solarkollektor erfand. 1891 wurde denn in Baltimore ein Meilenstein in der Solarthermie gesetzt: die erste Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung wurde zum Patent angemeldet und zwar von einem gewissen Clarence M. Kamp. Jedoch war die Solarthermie zu diesem Zeitpunkt noch bei weitem nicht so effektiv wie heute und so setzte man im privaten wie wirtschaftlichen weiterhin auf fossile Brennstoffe wie Kohle und später auch auf Öl und Gas.

Das sollte sich jedoch recht plötzlich ändern: die Ölkrise in den 70er Jahren machte die (bekannte) Solarthermie mit einem Mal interessant und man fing an, ernsthaft zu forschen. Dank eines neuen (Umwelt)Denkens hat sich der Reiz der Solarthermie bis heute nicht mehr minimiert, sondern eher noch verstärkt. Die vollkommen CO2-neutrale Energieerzeugung ist denn auch der große Pluspunkt, selbst wenn die Forschung noch lange nicht an ihrem Ende angelangt ist.

Selbst die Thesen von Kritikern, welche die CO2-Neutralität der modernen Solarthermie anzweifeln und (vermeintlich) widerlegen, sind im Grunde haltlos. Denn die These, dass Solarthermie keineswegs CO2-neutral ist, weil bei der Herstellung der Solarkollektoren und Photovoltaik-Anlagen Abgase, Schadstoffe und eben CO2 entstehen, ist zwar durchaus richtig, aber Kohle, Öl und Gas müssen mitunter aus Tausenden von Metern Tiefe gefördert und parallel Tausende von Kilometern transportiert werden – dass jedoch speziell Solarthermie CO2-neutral Strom und Energie erzeugt, kann niemand anzweifeln, bei Kohle, Gas und Öl hingegen schaut das wieder ganz anders aus. Im Gegensatz zur Atomkraft ist die Solarthermie zudem absolut sicher, man denke nur einmal an Radioaktivität und den Super-GAU in Tschernobyl 1986…

Wer also sauberen und parallel sicheren Strom erzeugen möchte, setzt auf Solarthermie und moderne Kollektoren – hier hat sich in den letzten Jahren vieles getan, speziell was den Wirkungsrad der Anlagen angeht. Um ein optimales Ergebnis zu erzeugen, gibt es jedoch einige Dinge zu beachten, beispielsweise dass die Ausrichtung der Solarkollektoren möglichst nach Süd oder aber Südwest oder Südost erfolgen sollte. Die Neigung der Solarthermie liegt hierbei zwischen 30 bis 45 Grad, wobei die beste Neigung oftmals von den jeweils genutzten Kollektoren abhängt. Selbst Wirtschaft und Energieerzeuger haben die Solarthermie mittlerweile als Energiequelle der Zukunft erkannt – kein Wunder allerdings: Kohle, Öl und Gas reichen wahrscheinlich keine 100 Jahre mehr und Atom ist nicht gerade die beste Alternative…


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