Wintergarten - Ratgeber zum Wintergarten-Bau und Funktion
Wintergarten - Der Wintergarten eine lohnende Investition
Ein
Wintergarten ist wohl der Traum vieler Hausbesitzer, der heute
allerdings kein Traum mehr sein muss. Natürlich geht es letzten Endes um das
liebe Geld, gibt es einen
Wintergarten schließlich nicht umsonst. Doch
hat sich hier in den letzten Jahren doch einiges getan und so lange es keine
exquisite Luxusversion im XXL-Format ist, muss ein
Wintergarten doch gar
nicht allzu viel kosten.
Auch der
Hausbau – ob
Fertighaus oder Massivhaus – ist letzten Endes für den Traum vom eigenen
Wintergarten vollkommen ohne Belang, kann man diesen doch im Grunde
überall anbauen. Zuerst einmal sollte man vielleicht jedoch wissen, was solch
ein
Wintergarten überhaupt denn nun ist.
Laut der berühmten Online-Enzyklopädie Wikipedia, ist ein
Wintergarten
„ein Anbau an ein Gebäude oder ein selbständiges Bauwerk, dessen Dach und
Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen“! Nun ist man wohl schon um einiges
schlauer als zuvor, kann doch selbst ein freistehendes Gebäude quasi ein
Wintergarten sein, solange es hauptsächlich aus Glas erbaut wurde.
Zudem heißt es bei Wikipedia weiter, dass ein
Wintergarten – solange er
denn „richtig konstruiert“ ist – den Glashauseffekt nutzt, um den Raum quasi zu
heizen. Interessant hierbei beim
Wintergarten: mit Glashauseffekt ist der
bekannte Treibhauseffekt gemeint, welcher derzeit für eher trübe Stimmung und
Gesichtern bei Politikern und Umweltschützern sorgt. Beim
Wintergarten
jedoch ist der Treibhauseffekt erwünscht, kommen solche „Glas-Räume“ doch
tatsächlich ohne jegliche Heizung (außer im Winter) aus, wenn sie denn eben
„richtig konstruiert“ sind.
Wem hingegen die natürliche Heizung zuviel ist, hat Gott sei Dank die
Möglichkeit zur Beschattung, nämlich der
Wintergartenbeschattung. Eine
Wintergartenmarkise
ist denn speziell bei einem angebauten
Wintergarten da A und O, heizt
sich doch sonst das ganze Haus speziell im Sommer etwas arg auf. Doch zurück zum
Wintergarten und dem (eigentlich) so geächteten Treibhauseffekt. Dieser
funktioniert nämlich nur, wenn der
Wintergarten beziehungsweise ein
Großteil von diesem nach Süden ausgerichtet ist – wo bekanntlich die größte
Sonnenkraft herrscht. Ergo: Ein
Wintergarten auf der Nordseite eines
Hauses mag zwar schön aussehen, sich aber wohl kaum so durch die Sonne
aufheizen, wie dies gewünscht ist.
Auf der anderen Seite hat der
Wintergarten natürlich wieder seine
Nachteile, die man speziell im Winter – und somit ohne viel Sonnenschein –
bemerkt. Jetzt nämlich muss der
Wintergarten beheizt werden, was jedoch
gleich den nächsten Nachteil mit sich bringt. Denn logischerweise ist die
Wärmedämmung eines (fast) reinen Glasbaus gegenüber einem Wohnhaus deutlich
schlechter gestaltet, womit viel Wärme und damit natürlich einiges an Geld in
Form von Heizkosten de facto und sprichwörtlich flöten geht.
Positiv wiederum zeigt sich der Treibhauseffekt allerdings im Sommer. Denn
scheint die Sonne, heizt sich zum einen natürlich der
Wintergarten selbst
auf, wobei die „gewonnene“ Wärme aber auch für dahinterliegende Räume genutzt
werden kann. Man könnte also durchaus behaupten, dass der kostenlose
(Heiz)Vorteil des Sommers den (Heiz)Nachteil des Winters wieder neutralisiert,
sprich aufhebt.
Interessant beim
Wintergarten ist zudem, dass man derzeit gleich drei
verschiedene Typen unterscheidet. Nummer eins ist der sogenannte „kalte
Wintergarten“, welcher eher dem Gartenbereich dient. Tatsächlich ist dieser
Typ
Wintergarten die Überwinterungsmöglichkeit für Pflanzen und wird
daher nicht oder zumindest kaum beheizt. Nummer zwei ist denn der „mittelkühle
Wintergarten“, der im Winter auf maximal 19 Grad Celsius beheizt wird.
Der dritte Typ
Wintergarten ist dann der interessanteste, ist das doch
der „warme
Wintergarten“.
Dieser ist das ganze Jahr über zum „richtigen“
Wohnen
nutzbar und wird deswegen als Wohn-Wintergarten bezeichnet. Nur dieser ist denn
also für den Privatabnehmer – solange man selbst nicht Hobbygärtner ist –
interessant und quasi die einzige Alternative aller drei Wintergarten-Typen.
Warmer
Wintergarten zudem auch deshalb, weil hier die Raumtemperatur -
egal ob durch Beheizung oder allein durch die Sonnenkraft – generell über 19
Grad Celsius liegt und damit eben ständig bewohnbar ist.
Ebenso kann man im „warmen
Wintergarten“ quasi nebenbei tropische
Pflanzen ziehen, was wohl dem bereits erwähnten Treibhauseffekt zu danken ist.
Wichtig beim Bau des lang erträumten
Wintergartens sind denn allerdings
ein paar Punkte, ohne die es nicht gehen würde. Zum einen muss natürlich der
Statik genüge getan werden, wobei es speziell Wind und – im Winter – die
Schneelast zu berücksichtigen gilt und zudem etliche weitere Punkte wie
beispielsweise die Wärmedämmung.
Zweitens und drittens wären die nötige Be- und Entlüftung wie parallel die
Beschattung, sprich die Wintergartenbeschattung. Punkt vier wäre die eigentliche
Verglasung, wo allerdings wieder eventuelle Lastaufnahmen (Stichwort: Schnee) zu
beachten sind. Fünftes Gebot eines Wintergartenbaus sind Heizung und
Luftzirkulation, was in der Fachsprache auch als sogenannte „Luftwalze“
bezeichnet wird. Der letzte und sechste Punkt ist der Bodenaufbau, wo es um
thermische Belange und speziell um Feuchtigkeit geht. Ergo: selbst beim
Wintergarten kommt man um viele Vorschriften nicht herum, was letzten Endes
aber vielleicht sogar ganz gut ist…